⚓ Bootsregeln — Golf von Saint-Tropez

Boote unter 24 m · Offline-Nachschlagewerk · Stand Juli 2026 · ohne Gewähr

Welche Regel gilt wo? — Die 4 Ebenen

Jede Karte in dieser App trägt eine Ebenen-Markierung:

KVR · International Frankreich national
Ganze frz. Mittelmeerküste Lokal: Sektor/Gemeinde

  • KVR (Kollisionsverhütungsregeln, frz. RIPAM): weltweit auf See — Ausweichregeln, Lichter, Schallsignale.
  • Frankreich national: Division 240 (Ausrüstung), Führerschein, Alkohol.
  • Ganze Mittelmeerküste: Erlasse der Préfecture maritime (Toulon) — 300-m-Zone, Ankerrahmen. Von der spanischen Grenze bis Italien inkl. Korsika.
  • Lokal: die Erlasse für den Golf (Tempo, Balisage der Gemeinden Ste-Maxime, Grimaud, St-Tropez) — ändern teils jede Saison.
Ganze frz. Mittelmeerküste

Die 300-m-Zone (bande des 300 mètres)

  • Gilt generell und dauerhaft — unabhängig davon, ob Bojen liegen.
  • Gemessen ab der Wasserlinie; gilt auch um Inseln, Felsen aus dem Wasser und Hafenmolen.
  • Innerhalb der Zone: max. 5 Knoten für alle Schiffe.
  • Lokale Erlasse können tiefere oder höhere Limits setzen (z.B. Sportkanäle) — Beschilderung/Plan de balisage beachten.
  • Ausnahmen nur für Rettungs- und Polizeifahrzeuge; auch für sie gilt KVR-Regel 6 (sichere Geschwindigkeit).
  • Abgesperrte Badezonen (gelbe Bojen) sind für alle Wasserfahrzeuge komplett verboten — auch für motorisierte Dinghis.
  • Strände nur über den markierten Zufahrtskanal (chenal traversier) anfahren — im Kanal max. 5 kn, kein Stopp, kein Ankern.
Quelle: Arrêté préfectoral n°109/2024 vom 30.04.2024, Art. 2 und 9 (ersetzt den oft noch zitierten AP 19/2018)
KVR · International

Ausweichregeln (KVR / RIPAM)

Die Grundhierarchie

Wer weicht wem aus? Merkreihenfolge — je weiter oben, desto eher hat man Vorrang:

  • 1. Manövrierunfähige / manövrierbehinderte Fahrzeuge (auch Berufsfischer mit Gerät im Wasser)
  • 2. Segelboote unter Segel
  • 3. Motorboote (dazu zählt auch ein Segler mit laufendem Motor!)

Motor weicht Segel — ausser das Segelboot überholt.

Motorboot trifft Motorboot
  • Frontal (Bug auf Bug): beide nach Steuerbord (rechts) ausweichen — Begegnung Backbord an Backbord.
  • Kreuzende Kurse: Wer den anderen auf seiner Steuerbordseite (rechts) hat, muss ausweichen — sinngemäss «Rechts vor Links».
  • Überholen: Der Überholer weicht immer aus, egal ob Motor oder Segel.
Richtig ausweichen
  • Frühzeitig und deutlich ausweichen — grosse, klar erkennbare Kursänderung statt kleiner Korrekturen.
  • Möglichst hinter dem Heck des anderen durchfahren.
  • Der Kurshalter hält Kurs und Geschwindigkeit — reagiert aber, wenn der andere nicht ausweicht.
  • Ständigen Rundumblick halten, auch nach achtern (Jetskis!).
Fähren und Berufsschifffahrt im Golf

Im Golf verkehren dauernd die Fähren («Les Bateaux Verts») zwischen Sainte-Maxime, Port Grimaud, Les Issambres und Saint-Tropez sowie Ausflugs- und Fischerboote.

  • Grossen Abstand halten, nie knapp vor dem Bug kreuzen.
  • Fahrgastschiffe im Manöver (Hafeneinfahrt St-Tropez!) sind faktisch manövrierbehindert — Vorrang geben.
Taucher und Schwimmer
  • Tauchboote führen die Flagge Alpha (weiss-blau); Einzeltaucher eine rote Flagge mit weisser Diagonale.
  • Im Umkreis von 100 m um eine solche Flagge oder eine Harpunier-Boje: Geschwindigkeit so weit wie möglich reduzieren, max. 5 kn Mittelmeerküste
  • Schwimmer ausserhalb von Badezonen: weiträumig umfahren, Wellenschlag vermeiden.
Quelle: AP 109/2024, Art. 6
Quelle KVR: Londoner Übereinkommen vom 20.10.1972 (RIPAM), in Frankreich publiziert per Décret n°77-733
KVR · International

Schallsignale (KVR Regeln 32–34)

Kurzer Ton ≈ 1 s, langer Ton 4–6 s. Manöversignale, wenn Fahrzeuge einander sehen:

SignalBedeutung
1 × kurz«Ich ändere meinen Kurs nach Steuerbord»
2 × kurz«Ich ändere meinen Kurs nach Backbord»
3 × kurz«Meine Maschine geht rückwärts»
5 × kurz (oder mehr)Zweifel/Warnung: «Deine Absicht ist unklar / dein Manöver reicht nicht» — Achtung!

Boote unter 12 m müssen keine Pfeife/Glocke an Bord haben, brauchen aber ein Mittel für ein wirksames Schallsignal (z.B. Drucklufthorn).

KVR · International

Verminderte Sicht — Nebel, Starkregen (KVR Regeln 19 + 35)

  • Sichere Geschwindigkeit fahren, notfalls Fahrt ganz herausnehmen; Ausguck verstärken, leise stellen, hören.
  • Die normalen Vorfahrtsregeln gelten nicht wie gewohnt — jedes Fahrzeug muss selbst aktiv Kollisionen vermeiden.
  • Möglichst nicht nach Backbord ausweichen für ein Fahrzeug vorlicher als querab (Ausnahme: Überholen).

Nebelsignale (mind. alle 2 Minuten)

SignalWer
1 × langMotorfahrzeug in Fahrt
2 × langMotorfahrzeug in Fahrt, aber gestoppt
1 × lang + 2 × kurzSegler, Fischer, Schlepper, manövrierbehindertes Fahrzeug
Glocke (5 s, jede Minute)Fahrzeug vor Anker (unter 12 m: irgendein wirksames Signal)
Praxis im Golf: Bei aufziehendem Nebel oder Gewitterböen (Sommergewitter!) früh Richtung Hafen — kleine Boote sind auf keinem Radar.
Frankreich national

Führerschein, Flagge, Alkohol

  • Führerschein (permis plaisance) ist in Frankreich Pflicht für Motorboote über 6 PS (4,5 kW). Das «permis côtier» erlaubt Fahrten bis 6 sm von einem Schutzort.
  • Ausländische Flagge: Frz. Führerschein- und Ausrüstungsregeln gelten für ausländisch beflaggte Sportboote nur, wenn Eigner/Nutzer den Hauptwohnsitz in Frankreich hat. Sonst gelten die Regeln des Flaggenstaats — Dokumente an Bord mitführen. Die Verkehrs- und Zonenregeln gelten aber für alle, egal welche Flagge.
  • Alkohol: Grenzwert 0,5 g/l Blut. 0,5–0,8: Busse bis 750 €; ab 0,8 g/l: Straftat, bis 4'500 €, Entzug des Permis, sogar Beschlagnahme des Boots möglich. Seit 05.06.2026 eigene Tatbestände für Motor-Sportboote (Décret n°2026-434). Kontrollen im Sommer häufig.
  • Mitzuführen: Registrierungsdokument des Boots, Führerschein, Versicherungsnachweis, ggf. Funkzeugnis.
Gendarmerie maritime und Douane kontrollieren im Golf regelmässig: Papiere, Ausrüstung, Tempo in der 300-m-Zone und Ankerplätze.
Ganze frz. Mittelmeerküste

Jetski, Wasserski & Wassersport

  • Jetski (VNM): führerscheinpflichtig. In der 300-m-Zone max. 5 kn und nur: bei markiertem Plan de balisage im dafür zugelassenen Kanal (parallel zur Achse); ohne Markierung senkrecht zum Ufer, direkt und ohne Umherfahren — nur um das Ufer zu erreichen oder zu verlassen. Sektorweise können Verbote gelten (auch ausserhalb der 300 m).
  • Wasserski / Bouée tractée: nur bei Tag, nur ausserhalb der 300-m-Zone (Transit via Sportkanal). 2 Personen an Bord Pflicht: eine steuert, eine beobachtet (privat: Beobachter mind. 16 Jahre). Gezogene tragen Westen; Boot führt einen orangen Wimpel (2 m) und muss alle Gezogenen aufnehmen können.
  • eFoil/Flyboard (ESH): nur bei Tag, ausserhalb 300 m, max. 2 sm von einem Schutzort.
Quelle: AP 109/2024, Art. 3–5 und 7
IALA A · International

Fahrwasser-Betonnung (lateral)

Gilt bei der Einfahrt von See Richtung Hafen («von See kommend»). International einheitlich in IALA-Region A (ganz Europa, Afrika, Asien, Australien); nur in Region B (Amerika, Japan, Korea, Philippinen) sind die Lateralfarben vertauscht. Kardinal-, Gefahren-, Fahrwasser- und Sonderzeichen gelten weltweit gleich.

  • Rote Tonnen (zylindrisch, «stumpf») = Backbord: bei der Einfahrt links liegen lassen. Feuer (falls vorhanden): rot, Rhythmus beliebig.
  • Grüne Tonnen (konisch, «spitz») = Steuerbord: bei der Einfahrt rechts liegen lassen — bei der Ausfahrt alles seitenverkehrt. Feuer: grün, Rhythmus beliebig.
Lateralmarken mit Feuer-Kennungen — BSH/BMDV «Sicherheit auf dem Wasser», 12/2023. Pricke/Besen-Toppzeichen: nur deutsche Küstengewässer, im Mittelmeer nicht verwendet.
Lateralmarken mit Feuer-Kennungen — BSH/BMDV «Sicherheit auf dem Wasser», 12/2023. Pricke/Besen-Toppzeichen: nur deutsche Küstengewässer, im Mittelmeer nicht verwendet.
IALA A · International

Kardinaltonnen — wo ist das sichere Wasser?

Gelb-schwarze Tonnen mit zwei Kegeln als Toppzeichen. Sie zeigen, auf welcher Himmelsrichtungs-Seite man die Gefahr passieren muss — alle Kardinalfeuer sind weiss, die Blitzzahl folgt dem Ziffernblatt (3 = Ost, 6 = Süd, 9 = West):

  • Nord — beide Kegel nach oben, Schwarz über Gelb: nördlich passieren. Feuer: ununterbrochenes Funkeln.
  • Ost — Kegel auseinander: östlich passieren. Feuer: 3 Blitze alle 5 bzw. 10 s.
  • Süd — beide Kegel nach unten, Gelb über Schwarz: südlich passieren. Feuer: 6 Blitze + 1 langer Blitz alle 10 bzw. 15 s.
  • West — Kegel zueinander («Weinglas»): westlich passieren. Feuer: 9 Blitze alle 10 bzw. 15 s.
Kardinalzeichen mit Toppzeichen und Kennungen (SFkl. = schnelles Funkelfeuer, Fkl. = Funkelfeuer) — BSH/BMDV «Sicherheit auf dem Wasser», 12/2023
Kardinalzeichen mit Toppzeichen und Kennungen (SFkl. = schnelles Funkelfeuer, Fkl. = Funkelfeuer) — BSH/BMDV «Sicherheit auf dem Wasser», 12/2023

Weitere Seezeichen

Einzelgefahr

Schwarz-rot mit 2 schwarzen Kugeln — steht direkt auf der Gefahr (Fels, Wrack): mit Abstand auf beliebiger Seite passieren. Feuer: weiss, Blitzgruppen à 2 (alle 5 oder 10 s).

Einzelgefahrenstellen — an allen Seiten passierbar — BSH/BMDV «Sicherheit auf dem Wasser», 12/2023
Einzelgefahrenstellen — an allen Seiten passierbar — BSH/BMDV «Sicherheit auf dem Wasser», 12/2023

Sicheres Fahrwasser

Rot-weiss senkrecht gestreift, 1 rote Kugel als Topp — ringsum sicheres Wasser (z.B. Ansteuerung, Fahrwassermitte). Feuer: weiss — Isophase, Unterbrochen, 1 langer Blitz alle 10 s oder Morse «A».

Fahrwassermitte/Ansteuerung (sicheres Fahrwasser) — BSH/BMDV «Sicherheit auf dem Wasser», 12/2023
Fahrwassermitte/Ansteuerung (sicheres Fahrwasser) — BSH/BMDV «Sicherheit auf dem Wasser», 12/2023

Sonderzeichen

Gelb, Form beliebig, gelbes X als Topp — markiert Sonderzonen (Badezonen, Kabel, Sperrgebiete, 300-m-Grenze); Bedeutung gemäss Seekarte/Ortsplan. Feuer: gelb, Rhythmus anders als bei den weissen Kennungen.

Sonderzeichen: besondere Gebiete und Stellen (gelb) — BSH/BMDV «Sicherheit auf dem Wasser», 12/2023
Sonderzeichen: besondere Gebiete und Stellen (gelb) — BSH/BMDV «Sicherheit auf dem Wasser», 12/2023
Lokal: Gemeinde

Gelbe Bojen am Strand — der Plan de balisage

Amtlich normierte Formen (Arrêté 27.03.1991): alle Bojen ausschliesslich gelb (RAL 1003) — die Form sagt, was gemeint ist (Abbildungen: SHOM, Ouvrage 3):

Kugelförmige gelbe Boje (SHOM)
Kugelförmig — Zonengrenze
Markiert die äussere 300-m-Grenze (grosse Tonnen Ø 0,8 m, alle 200 m) und die Grenzen der Zonen innerhalb (Badezone, ZIEM…; Ø 0,4–0,6 m).Zwischen Badezonen-Bojen kann zusätzlich eine gelbe Schwimmleine liegen.
Zylindrische gelbe Boje (SHOM)
Zylindrisch («stumpf») — Backbordseite des Chenals
Bei der Fahrt vom Meer Richtung Strand: diese Bojen links lassen.Gleiche Logik wie im Hafen — nur alles in Gelb.
Konische gelbe Boje (SHOM)
Konisch («spitz») — Steuerbordseite des Chenals
Bei der Fahrt vom Meer Richtung Strand: diese Bojen rechts lassen. Bei der Ausfahrt seitenverkehrt.

An Land stehen zudem normierte Piktogramm-Tafeln (rot durchgestrichen = verboten): Motorboot, Segler, Jetski, Wasserski, Windsurf, Baden, 5-kn-Limit.

Der Plan de balisage jeder Gemeinde besteht aus zwei Erlassen: Préfet maritime (Schifffahrt, Ankern, Tauchen) und Bürgermeister (Baden, nicht-registrierte Geräte). Die Zonen:

  • Gelbe Kugel-Bojen in Reihe parallel zum Strand: Grenze der Badezone — dahinter (seeseitig) gilt weiter 5 kn, innen ist jedes Fahrzeug verboten.
  • Chenal traversier (Bojengasse senkrecht zum Strand): Transitkorridor zwischen Ufer und offenem Wasser. Regeln: nur an den Enden einfahren, direkt und kontinuierlich durchfahren, max. 5 kn, kein Stopp, kein Ankern. Nicht-motorisierte Dinghis dürfen nicht hinein (ausser die Gemeinde erlaubt es).
  • Sportkanäle (chenaux sports nautiques de vitesse): nur für Wasserski & Co. — dort gilt das 5-kn-Limit nicht.
  • ZIEM (zone interdite aux embarcations motorisées): komplett gesperrt für alles mit Motor — auch wenn der Motor nur montiert und nicht in Betrieb ist. Kajaks/Ruderboote meist erlaubt, Tauchen verboten (ausser Sonderregelung).
  • ZIM (zone interdite au mouillage): Ankerverbotszone.
  • ZMP (zone de mouillage propre): Ankern nur für Boote mit Fäkalientank.
  • Die 300-m-Grenze ist oft mit einzelnen grossen gelben Tonnen markiert — die 5-kn-Regel gilt aber auch ohne Tonnen.
  • An Balisage-Bojen festmachen ist verboten.
In Les Canoubiers, Beauvallon und vor den Stränden von Sainte-Maxime wird das Bojen-Layout jede Saison neu ausgelegt — nie blind nach Vorjahres-Erinnerung fahren.

So sieht es vor dem Strand aus (amtliche Illustration)

Strand-Balisierung schematisch (SHOM)
Amtliches Beispiel einer Strand-Balisierung: Badezone, Bordure extérieure, Chenal traversier, 300 m, max. 5 kn — SHOM, Ouvrage 3
Quellen: Arrêté vom 27.03.1991 (Bojen-Normen) · SHOM Ouvrage 3 «Signalisation maritime» (Abbildungen) · Fiche «Le balisage des zones de loisirs» mer.gouv.fr (03/2025) · AP 109/2024, Art. 9 (Zonen-Definitionen)

Lichter bei Nacht (Kleinfahrzeuge)

Was du siehstBedeutung
Rot + Grün + weisses HecklichtMotorboot in Fahrt — Kurs aus Farbkombination ablesen
Nur Rot oder nur Grün (+ Heck)Segelboot unter Segel — ausweichen!
Weisses RundumlichtAnkerlieger oder kleines Boot < 7 m
Grün über WeissFischer beim Schleppen — grossen Abstand
Rot über WeissFischer (nicht schleppend)
Feuer-Kennungen Zeichenerklärung (BSH)
Feuer-Kennungen lesen: Unterbrochen (Oc), Gleichtakt (Iso), Blitz (Fl), Funkel (Q), Schnelles Funkel (VQ), Blink (LFl) — BSH/BMDV «Sicherheit auf dem Wasser», 12/2023

Faustregel: Siehst du rot (fremde Backbordseite), hat der andere Vorrang — siehst du grün, hast in der Regel du Vorrang. Im Zweifel: ausweichen.

Lokal: Golf-Gemeinden

Satellitenansicht mit Zonen-Markern

Amtliche Orthofotos (IGN Géoplateforme). Braucht beim ersten Anschauen Internet — bereits geladene Kacheln bleiben offline verfügbar. Blau = Badezonen/Kanäle, rot = Verbotszonen, dunkel = Häfen. Positionen ungefähr — massgebend sind die Bojen vor Ort.

© IGN / Géoplateforme — Orthophotos, Licence Ouverte

Marker antippen springt zum Abschnitt des Orts — mit Regeln und amtlichem Kartenausschnitt direkt beieinander. Tipp: Mit dem Finger verschieben; wenn Kacheln grau bleiben, Internetverbindung prüfen.

Lokal: Golf

Tempolimiten im Golf

WoLimitGrundlage
300-m-Küstenzone (überall)5 knAP 109/2024, permanent
Baie des Canoubiers komplett + Zone von der Balise La Rabiou bis Pointe de Capon — gelbe Bojenlinie weit im Golf, jede Saison neu gesetzt5 kn, auch ausserhalb der 300 mAP 11/95 (geändert), bestätigt in AP 297/2026 Art. 3
300-m-Radius um die Tourellen Sardinaux, Sèche à l'Huile, Rabiou, La Moutte5 knAP 11/95 Art. 1.2
Baie de Pampelonne, 15.06.–15.09. ganze Bucht bis Linie Cap du Pinet–Pte de Bonne Terrasse5 knAP 11/95 Art. 1.3
Zufahrtskanäle, Bojenfelder (AOT/ZMEL), Mouillage-Zonen5 kn, nur An-/AbfahrtBalisage-Erlasse
100 m um Taucherflagge/Harpunier-Bojemax. 5 knAP 109/2024 Art. 6
Übriger Golf (bis Linie Pte des Sardinaux–Sèche à l'Huile–La Rabiou) sowie Buchten Pampelonne/Bonporteau ausserhalb der 5-kn-Zonen20 knAP 11/95 Art. 2
Praxis Canoubiers: Die gelbe Bojenlinie erst seewärts passieren, dann beschleunigen — einwärts früh Fahrt wegnehmen. Innerhalb gelten zusätzlich die Zonen des Ortsplans (Marker 10). → Amtliche Karte der 5-kn-Linie

Wasserski & Ziehen von Fun-Geräten im Golf (AP 11/95 Art. 3)

  • Verboten in der ganzen erweiterten 5-kn-Zone (siehe oben).
  • 15.06.–15.09., 11–18 Uhr: zusätzlich im ganzen 20-kn-Bereich des Golfs verboten — ausser seewärts der Linien Pte des Sardinaux–Nordmole Port Grimaud bzw. Hauptmole Marines de Cogolin–Südmole Port St-Tropez.
Quellen: AP n°11/95 vom 09.06.1995 (Original, Volltext geprüft; «modifié» — Änderungsstand Canoubiers via AP 297/2026 vom 24.07.2026, Art. 3 bestätigt) · AP 109/2024 · Balisage-Erlasse
Lokal: Gemeinde

Sainte-Maxime — Nordufer (AP 168/2026 vom 01.06.2026)

Übersicht ganze Gemeinde (Annexe I)
Übersicht ganze Gemeinde (Annexe I)

1 La Croisette

  • Zufahrt nur durch Kanal 3 (Motorboote, 20×100 m); Kanal 4 ist den Rettungsbooten vorbehalten.
  • Badezonen ZRUB 1b und 2b gelten ganzjährig.
Annexe II
Annexe II
Annexe II bis — Badezonen
Annexe II bis — Badezonen

2 Centre-Ville / Hafen

  • 110 m breiter Hafen-Zufahrtskanal 7 bis zur 300-m-Linie.
  • Westlich davon ZIEM 1m (210×100 m, Motorverbot), Préconil-Mündung bis Pointe de la Croisette.
Annexe III
Annexe III

A La Madrague — ZIEM

  • ZIEM 2m über die ganze Strandbreite (660×100 m) — Motorboote komplett verboten.
Annexe IV
Annexe IV

B Pointe des Sardinaux — ZIEM + Insel-Sperrzone

  • ZIEM 3m nördlich der Pointe (450×220 m); Tauchen vom Ufer aus hier ausnahmsweise erlaubt.
  • Um die Tourelle des Sardinaux: Navigations-/Ankersperrzone bis 15.09.2026 (AP 46/2026) und 5 kn im 300-m-Radius (AP 11/95).
Annexe V
Annexe V
Annexe V bis — Tourelle des Sardinaux
Annexe V bis — Tourelle des Sardinaux

3 La Nartelle

  • Kanäle 8–11: Nr. 8 auch Jetski + eFoil, Nr. 11 auch Jetski, Nr. 10 Motorboote + Rettung, Nr. 9 Motorboote.
  • Dazwischen ZIEM 4m und 5m; Jetski-Ankerplätze beidseits von Kanal 8; Badezone ZRUB 6b ganzjährig.
Annexe VI
Annexe VI
Annexe VI bis — Badezonen
Annexe VI bis — Badezonen

C Les Éléphants — ZIEM

  • ZIEM 6m über die ganze Strandbreite (395×80 m) — Motorboote komplett verboten.
Annexe VII
Annexe VII

4 La Garonnette

  • Kanäle 12 (auch Jetski/eFoil), 13 (Rettung) und 15; ZIEM 7m (75×80 m); Jetski-Ankerplatz.
Annexe VIII
Annexe VIII
Quelle: AP 168/2026, Art. 1–6 + Annexes I–VIII · Insel-Sperrzone: AP 46/2026
Lokal: Gemeinde

Grimaud — Westufer (AP 242/2024 vom 28.06.2024)

5 Port-Grimaud-Strand

  • Kanal 1 (40×300 m, auch Jetski) + Rettungskanal (15×300 m); Jetski-Ankerplatz der Basis.
Annexe I
Annexe I

6 Saint-Pons / Les Mûres / Gros Pin

  • Kanäle 2–5 (alle auch Jetski-Transit); Kanal 5 beim Gros Pin; ZIEM J bis zum Strandende.
  • Private Bojenfelder (AOT 1/1bis) seeseitig — Festmachen nur mit Bewilligung des Präfekten.
Annexe II — Les Mûres 1
Annexe II — Les Mûres 1
Annexe III — Les Mûres 2
Annexe III — Les Mûres 2

7 Beauvallon / Vieux Moulin

  • Kanäle 6 + 7, ZIEM L (100 m tief).
  • ZRUB K ganzjährig gesperrt (Unterwasser-Bauwerk) — gilt auch ohne Bojen; ausserhalb der Saison als ZIEM weitergeführt.
  • Bojenfelder AOT 3 (Vieux Moulin) und 4 (Pingouin Bleu).
Annexe IV
Annexe IV

8 Guerrevieille / Les Cigales

  • Kanal 8, ZIEM P und Q, Bojenfelder AOT 5/6.
Annexe V
Annexe V
Annexe VI — Les Cigales + Guerrevieille 2
Annexe VI — Les Cigales + Guerrevieille 2
Quelle: AP 242/2024, Art. 1–7 + Annexes I–VI
Lokal: Gemeinde

Saint-Tropez — Südufer (AP 297/2026 vom 24.07.2026)

Übersicht: gelbe 5-kn-Linie + rotes 300-m-Band, Strände 1–7 (Annexe I)
Übersicht: gelbe 5-kn-Linie + rotes 300-m-Band, Strände 1–7 (Annexe I)
5-kn-Zone Rabiou–Capon + AOT-Coffre «MY SYMPHONY» (Annexe II)
5-kn-Zone Rabiou–Capon + AOT-Coffre «MY SYMPHONY» (Annexe II)

9 La Bouillabaisse / Le Pilon

  • Kanäle 1 (20×300 m) und 6 (25×300 m — einziger Jetski-Kanal der Gemeinde); 200 m breiter Hafen-Zufahrtskanal 8.
  • Ankerverbotszonen ZIM 5 und 7 westlich des Hafens; Bojenfeld AOT 1.
Annexe III
Annexe III

10 Baie des Canoubiers

  • Ganze Bucht 5-kn-Zone, weit über die 300 m hinaus (gelbe Bojenlinie — siehe Tempo-Tabelle unten).
  • Rettungskanal 16, Zufahrtskanäle 20 + 23; vier ZIEM (15/18/21/24).
  • Drei Mouillage-Zonen für Boote unter 24 m (19/22/25) — Zufahrt nur durch die angrenzenden Kanäle, innen max. 5 kn.
  • Bojenfelder AOT 3 (Paressouso) und 4 (Canebiers).
Annexe VI
Annexe VI

11 La Ponche / La Fontanette

  • Rettungskanal 11 (10×50 m) östlich der Pointe Pesquière — freihalten.
Annexe IV
Annexe IV

12 Les Graniers

  • Badezonen ZRUB 12/13; Bojenfeld AOT 2 beidseits der 300-m-Linie.
Annexe V
Annexe V

13 Cabine de Bain

  • Badezone ZRUB 26; Bojenfeld AOT 6 seewärts der 300-m-Linie.
Annexe VII
Annexe VII

14 La Moutte

  • Kanal 28 (20×110 m) zwischen den Badezonen ZRUB 27 und 29; Bojenfeld AOT 7.
Annexe VIII
Annexe VIII

15 Les Salins

  • Kanal 30 (15×150 m) + Rettungskanal 32; Bojenfeld AOT 8 nördlich.
Annexe IX
Annexe IX
Quelle: AP 297/2026, Art. 1–8 + Annexes I–IX · ZIM: AP 21/2005

Weitere Sperrzonen & Hafenzufahrten

  • D Gassin (Marine-Werft): Sperrzone Navigation/Ankern/Tauchen (AP 45/2004) — Lage ungefähr, kein Ortsplan publiziert.
  • E Abwasserleitung St-Tropez: Anker- und Schleppverbot um den Émissaire (AP 977/1972) — Lage ungefähr.

Hafenzufahrten Port Grimaud & Marines de Cogolin

  • Vor beiden Einfahrten: rot/grünes Lateralpaar plus Gefahrentonne (Untiefen vor der Giscle-Mündung) — Einfahrt zwischen Rot und Grün, von See kommend Rot links.
  • Gefahrentonne je nach Toppzeichen lesen (siehe Bojen-Tab); im Zweifel aussen herum.
  • Seezeichen nach Erlass vom 30.11.2017 (DIRM/Phares et Balises) — verbindliche Darstellung: SHOM-Karte 7407, data.shom.fr, Nav&Co.

Amtliche Detailkarten (PDF, online)

Die exakten Zonen-Karten pro Strand stecken als Anhänge in den Erlassen — direkt vom iPhone aus zu öffnen und z.B. in «Bücher» zu sichern:

Vor Saisonstart prüfen, ob neue Jahres-Erlasse erschienen sind.

Aktuelle, zoombare Karten (online)

  • DONIA (App, gratis): Posidonia-/Sandflächen live — amtlich empfohlen zum Ankerplatz finden.
  • Nav&Co (App, gratis, SHOM/OFB): Seekarte mit Regulierungszonen.
  • data.shom.fr: amtliche Seekarten-Layer inkl. Balisage.
  • premar-mediterranee.gouv.fr → Recueil: gültige Erlasse mit Detailkarten pro Strand (Anhänge).
  • golfe-sainttropez.fr → Espaces maritimes: Balisage-Erlasse aller Golf-Gemeinden als PDF.

Diese Links brauchen Internet — die Karte oben funktioniert offline. Grossyacht-Zonen (≥ 24 m) für den ganzen Sektor: siehe AP 248/2020.

Glossar — französische Abkürzungen & Begriffe

BegriffAusgeschriebenBedeutung
ZIEMzone interdite aux embarcations motorisées ou à moteurVerbotszone für alles mit Motor — auch wenn der Motor nur montiert und ausgeschaltet ist
ZIMzone interdite au mouillageAnkerverbotszone
ZRUBzone réservée uniquement à la baignadeReine Badezone — für alle Boote gesperrt
ZMPzone de mouillage propreAnkerzone nur für Boote mit Fäkalientank
ZMELzone de mouillages et d'équipements légersBewirtschaftetes Bojenfeld (Betreiber, oft gebührenpflichtig)
AOTautorisation d'occupation temporaireStaatliche Nutzungsbewilligung — privates Bojenfeld, Festmachen nur mit Erlaubnis
Chenal (traversier)Zufahrtskanal zwischen Strand und offenem Wasser: max. 5 kn, direkt durchfahren, kein Stopp
Plan de balisageJährlicher Bojenplan einer Gemeinde (Erlasse von Präfekt + Bürgermeister)
Bande des 300 mbande littorale des 300 mètres300-m-Küstenzone — überall max. 5 kn
AParrêté préfectoralErlass des Präfekten (hier meist: Préfet maritime in Toulon)
Premarpréfecture maritime de la MéditerranéeSeebehörde für die ganze französische Mittelmeerküste
DDTMdirection départementale des territoires et de la merDepartements-Behörde (Var) — vergibt u.a. die AOT-Bojenfelder
CROSS MEDcentre régional opérationnel de surveillance et de sauvetageSeenotleitstelle Mittelmeer — Tel. 196, VHF 16
SémaphoreKüstenwachstation der Marine (überwacht u.a. Ankerlieger)
VNMvéhicule nautique à moteurJetski/Wassermotorrad
ESHengin à sustentation hydropropulséeFoil, Flyboard und Ähnliches
RIPAMrèglement international pour prévenir les abordages en merDie internationalen Kollisionsverhütungsregeln (KVR)
Division 240Französische Ausrüstungsvorschrift für Sportboote unter 24 m
Dotation (basique/côtière)dotation d'armementVorgeschriebene Ausrüstungs-Grundausstattung je Zone gemäss Division 240
Posidonieposidonia oceanicaNeptungras — geschützte Seegraswiesen, Ankerverbot
SHOMservice hydrographique et océanographique de la marineFranzösisches Seekartenamt
SFkl. / Fkl. / Blk.Deutsche Kennungs-Kürzel der BSH-Tafeln: schnelles Funkelfeuer (int. VQ), Funkelfeuer (Q), Blink (LFl)
Ganze frz. Mittelmeerküste

Die Grundregel: nur auf Sand ankern

Die Posidonia-Seegraswiesen sind eine geschützte Art und bedecken weite Teile des Golfs. Der Rahmenerlass 123/2019 verbietet das Ankern überall dort, wo geschützte Meerespflanzen beschädigt werden können — für jede Bootsgrösse, auch für dein 7-m-Boot.

So erkennst du den Grund: Helle, sandfarbene Flächen = Sand → ankern OK. Dunkle Flecken = Seegras oder Fels → nicht ankern. Im Zweifel Blick über die Bordwand oder kurz mit der Badebrille prüfen, bevor der Anker fällt. Die Gratis-App DONIA zeigt die Sandflächen live.
  • Begriff: «Mouillage» = Anker am Grund. Festmachen an Boje/Coffre gilt als «Arrêt» — andere Regeln.
  • Strafrahmen: bis 1 Jahr Haft und 150'000 € (Art. L.5242-2 Code des transports); bei Posidonia-Schäden bis 3 Jahre und 150'000 € (Art. L.415-3 Code de l'environnement). Kontrollen im Golf sind Alltag.
Quelle: AP 123/2019 (Rahmen Mouillage, ganze Küste)
Ganze frz. Mittelmeerküste

Ankerdauer: max. 72 Stunden

  • Am selben Platz darfst du 72 Stunden ankern (entspricht einer verlässlichen Wetterprognose).
  • Ohne AIS (Boote unter 24 m): danach weiterziehen — und nicht sofort wieder im 500-m-Umkreis des alten Platzes ankern.
  • Mit AIS: Verlängerung in eigener Verantwortung um jeweils 72 h möglich, solange die Behörde nichts anderes anordnet.
  • Ausnahmen: Schlechtwetter, Notfall, Seenothilfe.
  • Ankerwache: Auch vor Anker gilt KVR-Regel 5 — ständige Ausguck-/Höraufsicht (Abstände, Slippen des Ankers, Wassereinbruch, Feuer). Wer ankert, muss für Sémaphore/CROSS über VHF oder Telefon erreichbar sein.
Quellen: AP 77/2025 vom 15.04.2025 (Ankerdauer, Art. 2 + 4) · AP 123/2019 (Erreichbarkeit)
Lokal: Golf

Wo ankern im Golf — die legalen Optionen

Baie des Canoubiers: drei offizielle Anker-Zonen für Boote unter 24 m

  • Zonen 19, 22 und 25 («Mouillage autorisé», Anker-Symbol auf dem Plan) — Zufahrt nur durch die angrenzenden Kanäle 20/23, innen max. 5 kn, nur zum Anker-Setzen/-Aufnehmen manövrieren.
  • Die ganze Bucht ist 5-kn-Zone; ausserhalb der ZIEM/ZRUB darf zusätzlich frei geankert werden — nur auf Sand.
Baie des Canoubiers — Anker-Zonen 19/22/25 (Anker-Symbol), Kanäle und ZIEM (AP 297/2026, Annexe VI)
Baie des Canoubiers — Anker-Zonen 19/22/25 (Anker-Symbol), Kanäle und ZIEM (AP 297/2026, Annexe VI)

Bojenfelder (AOT) — nicht einfach belegen!

  • Grimaud (Zonen 1–6) und St-Tropez (AOT DDTM 1–8) haben private Bojenfelder: Festmachen nur mit Bewilligung des Var-Präfekten bzw. des Betreibers. Eine frei scheinende Boje ist keine Einladung.
  • Innerhalb der Felder gilt 5 kn; Ankern zwischen den Bojen ist tabu (Kettensalat).
Grimaud/Les Mûres — Bojenfeld «Zone de mouillage n°1/1bis» seeseitig der Badezonen (AP 242/2024, Annexe II)
Grimaud/Les Mûres — Bojenfeld «Zone de mouillage n°1/1bis» seeseitig der Badezonen (AP 242/2024, Annexe II)

Wo Ankern verboten ist

  • ZIM (Ankerverbotszonen): westlich des Hafens St-Tropez (Zonen 5 + 7, siehe Plan) und gemäss AP 21/2005.
  • In ZIEM, Badezonen (ZRUB) und allen Kanälen; an Balisage-Bojen festmachen ist verboten.
  • In Hafenzufahrten (St-Tropez, Ste-Maxime, Port Grimaud, Cogolin) und der Fährlinie.
  • Um die Insel Sardinaux (Sperrzone bis 15.09.2026, AP 46/2026), an der Gassin-Werft (AP 45/2004) und um den Émissaire St-Tropez (AP 977/1972).
  • Auf Kabeltrassen — Seekarte (SHOM 7407) prüfen.
  • Das Grossyacht-Ankerfeld mitten im Golf meiden — dort schwoien 45-m-Yachten an langen Ketten.
ZIM 5 + 7 westlich des Hafens St-Tropez — Ankerverbot (AP 297/2026, Annexe III)
ZIM 5 + 7 westlich des Hafens St-Tropez — Ankerverbot (AP 297/2026, Annexe III)
Quellen: AP 297/2026 (Canoubiers-Zonen, ZIM) · AP 242/2024 (Grimaud AOT) · AP 46/2026 · AP 21/2005 · AP 45/2004 · AP 977/1972

Richtig ankern — Praxis

  • Kettenlänge 3–5× Wassertiefe; Schwoikreis zu Nachbarn und Zonengrenzen prüfen.
  • Rückwärts eingraben, Ankerlage kontrollieren (Peilung an Land oder GPS-Ankeralarm).
  • Ankerball am Tag, Ankerlicht (weisses Rundumlicht) in der Nacht.
  • Beim Ankerauf: Kette senkrecht einholen, nicht über den Grund schleifen (Posidonia!).
  • Wind im Golf: Bei Mistral (W/NW) wird das Nordufer (Ste-Maxime-Seite) ruppig, bei Ostwind die Canoubiers-Bucht — Ankerplatz nach Prognose wählen, im Zweifel in den Hafen.
  • Hochsommer: beliebte Plätze (Canoubiers!) früh anlaufen; mit Kontrollen rechnen.

Umwelt

  • Der Golf liegt im Walschutzgebiet Pélagos: min. 100 m Abstand zu Delfinen/Walen, nicht verfolgen.
  • Kein Abwasser und kein Abfall über Bord — Fäkalientank im Hafen abpumpen.
  • Ausserhalb des Golfs (z.B. Pampelonne) gelten eigene Anker-Regelungen — vor Ausflügen separat prüfen.
Frankreich national

Pflichtausrüstung nach Distanz zum Schutzort (Division 240)

Massgebend ist die Distanz zu einem «abri» (Schutzort) — nicht zur Küste. Ein abri ist ein Ort, wo Boot und Crew bei den aktuellen Bedingungen real Schutz finden und ohne Hilfe wieder auslaufen können (Hafen, geschützte Bucht).

Für wen gilt die Division 240? Für Boote unter französischer Flagge (unter 24 m) — und für ausländisch beflaggte Boote, deren Eigner den Hauptwohnsitz in Frankreich hat. Für ein Schweizer Boot mit Wohnsitz Schweiz gelten formal die Schweizer Ausrüstungsregeln. Die Division 240 ist aber der Massstab der frz. Kontrolleure und als Sicherheitsstandard vor Ort dringend zu empfehlen.
ZoneDistanzTypische Fahrt im Golf
Basique< 2 smDer ganze Golf — überall ist ein Schutzort in unter 2 sm erreichbar
Côtier2–6 smNur bei Ausflügen aus dem Golf hinaus (Küste entlang)
Update 2026 (Arrêté vom 21. Mai 2026): keine neuen Materialpflichten. Westen heissen neu «Niveau 50/100/150» statt «50N/100N/150N»; Kompassbeleuchtung darf extern sein. Fallschirmraketen und Rauchsignale sind nicht mehr Pflicht — die 3 roten Handfackeln (côtier) bleiben.

Der Bootsführer (chef de bord) ist verantwortlich, dass alles vorhanden, zugänglich und gültig ist. Checkliste antippen zum Abhaken — bleibt gespeichert.

Quellen: Division 240 (Règlement zum Arrêté vom 23.11.1987, zuletzt geändert per Arrêté vom 21.05.2026) · Amtliche Fiche «L'équipement de sécurité des navires de plaisance» (mer.gouv.fr)
< 2 sm

Dotation basique

2–6 sm

Dotation côtière (zusätzlich zur basique)

Weiter als 6 sm hinaus?

Ab 6 sm von einem Schutzort gilt zusätzlich die Dotation semi-hauturière (u.a. feste VHF, Rettungsinsel, Westen Niveau 150). Das liegt ausserhalb des Reviers dieser App — vor einem solchen Törn die Division 240 separat prüfen.

Rettungswesten richtig wählen

NiveauEinsatz
50Minimum für Erwachsene in der Basique-Zone (Schwimmhilfe)
100Einfache Wahl bis 6 sm; Pflicht für Kinder ≤ 30 kg — immer, in jeder Zone
150Erst ab 6 sm von einem Schutzort Pflicht — im Golf nicht nötig

Westen müssen der Körpergrösse entsprechen, griffbereit und gewartet sein (Patrone/Datum bei Automatikwesten prüfen).

196 Seenotruf CROSS MEDGratis, 24/7, vom Handy — koordiniert die Rettung im Mittelmeer 112 Allgemeiner NotrufWenn 196 nicht erreichbar ist
Funk

VHF Kanal 16

  • Kanal 16 = internationaler Not- und Anrufkanal, direkte Verbindung zum CROSS MED (La Garde/Toulon).
  • Funk ist dem Handy vorzuziehen: funktioniert ohne Netz, alle Schiffe in der Nähe hören mit.
  • Nach dem Notruf auf 16 bleiben — der CROSS weist ggf. einen Arbeitskanal zu.

MAYDAY-Schema (Lebensgefahr)

MAYDAY, MAYDAY, MAYDAY
Hier ist [Bootsname], [Bootsname], [Bootsname]
MAYDAY [Bootsname]
Position: [GPS oder Beschreibung, z.B. «1 sm nördlich Cap de Saint-Tropez»]
Art des Notfalls: [Wassereinbruch / Feuer / Person über Bord …]
Personen an Bord: [Anzahl]
OVER

Bei dringlicher Lage ohne Lebensgefahr: PAN-PAN (3×) statt MAYDAY. Auf Französisch oder Englisch funken; die CROSS-Operatoren sprechen Englisch.

Person über Bord — Sofortmassnahmen

  • «Mann über Bord!» rufen, sofort Rettungsmittel (Ring/Kissen) nachwerfen.
  • Eine Person zeigt ununterbrochen auf die Person im Wasser.
  • MOB-Taste am GPS drücken, Fahrt rausnehmen, in Wind/Wellen aufdrehen.
  • Annäherung gegen Wind/Welle, Motor in Neutral beim Bergen (Propeller!).
  • Wenn Bergung nicht sofort gelingt: 196 / Kanal 16.

Wichtige Kontakte im Golf

StelleInfo
Seenotruf CROSS MEDTel. 196 · VHF 16
Wetter (Météo France marine)VHF-Wetterberichte via CROSS; App/Web: meteofrance.com (Bulletin côte)
Port de Saint-TropezVHF 9 · +33 4 94 56 68 70
Port de Sainte-MaximeVHF 9 · +33 4 94 96 74 25
Port GrimaudVHF 9 · +33 4 94 56 29 88
Ports de Cogolin (Marines)VHF 9 · +33 4 94 56 07 66
SNSM Saint-Tropez (Seenotretter)Alarmierung immer über CROSS 196

Hafen-Telefonnummern vor der Saison verifizieren — Nummern können ändern. VHF 9 ist der übliche Hafenkanal.

Vor dem Auslaufen — 60-Sekunden-Check

  • Wetterbericht geprüft? (Mistral-Warnung = Fahrt absagen)
  • Treibstoff: 1/3 hin, 1/3 zurück, 1/3 Reserve
  • Jemandem an Land Route + Rückkehrzeit gemeldet?
  • Handy geladen + wasserdicht verpackt, Westen an Bord und passend
  • Totmannschalter (coupe-circuit) am Handgelenk befestigt